Ein sonniger Nachmittag, das Klacken von Metallkugeln und eine Extraportion Glück: Manchmal lassen sich die schönsten Momente gelebter Teilhabe einfach nicht planen. Sie passieren genau dann, wenn wir offen für den Augenblick sind.
Genau das durfte eine Gruppe unserer Klient*innen aus dem Betreuten Wohnen des FFB e.V. vor Kurzem im Krefelder Stadtgarten erleben.
Eigentlich war es ein ganz klassisches Angebot zur Freizeitgestaltung. Die Gruppe hatte sich verabredet, um gemeinsam eine Runde Boule (oder auch Boccia) zu spielen. Einfach frische Luft genießen, eine gute Zeit haben und die Kugeln so nah wie möglich an die kleine Zielkugel – das „Schweinchen“ – rollen.
Ein neugieriger Blick und der Mut zu fragen
Während die Gruppe konzentriert bei der Sache war, fiel dem Alltagsbegleiter ein Herr auf. Er stand etwas abseits, schaute dem bunten Treiben intensiv zu und lächelte. Anstatt einfach weiterzuspielen, ging der Alltagsbegleiter spontan auf den Beobachter zu und fragte ganz ungezwungen: „Kennen Sie das Spiel?“
Was dann passierte, hätte kein Drehbuch schöner schreiben können.
Der Mann lächelte und es stellte sich heraus: Oh ja, er kannte das Spiel. Und wie! Vor den Klient*innen stand kein geringerer als ein echter Boule-Experte, der in seinem Leben schon im Turniersport aktiv war und zu Hause eine stattliche Sammlung an Pokalen stehen hat.
Gelebte Inklusion braucht keine großen Konzepte. Sie braucht nur einen offenen Blick und ein herzliches Willkommen
Vom Zuschauer zum spontanen Coach
Anstatt es bei einem kurzen Plausch zu belassen, sprang der Funke sofort über. Der Profi packte die Gelegenheit beim Schopfe und bot der Gruppe spontan eine exklusive Trainingseinheit an.
Mit viel Geduld, Herzblut und jeder Menge Begeisterung erklärte er die richtige Handhaltung, verriet physikalische Tricks für den perfekten Wurf und zeigte, wie man die Kugeln des Gegners geschickt wegschießt. Die Klient*innen waren Feuer und Flamme. Aus einem einfachen Freizeitspiel wurde plötzlich ein hochkarätiger, aber völlig ungezwungener Workshop unter Freunden.
Warum dieser Nachmittag so wertvoll war
Dieser Tag im Krefelder Stadtgarten zeigt genau das, was uns beim FFB e.V. so am Herzen liegt: Echte Teilhabe ist keine Einbahnstraße und lässt sich nicht in starre Terminkalender pressen.
Inklusion passiert mitten im Leben – im Park, auf der Straße, im Alltag. Sie entsteht, wenn Barrieren in den Köpfen fallen, wenn man aufeinander zugeht und wenn Menschen ihre Leidenschaft miteinander teilen, völlig egal, wer man ist oder woher man kommt.
Ein riesiges Dankeschön an den spontanen Trainer aus dem Stadtgarten! Dieser Nachmittag wird unseren Klient*innen (und auch dem Alltagsbegleiter) noch sehr lange in wunderbarer Erinnerung bleiben. Die nächste Revanche im Park kommt bestimmt!
(unterstützt mit KI)
